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Rechtsgrundlagen nach BGG 925

Der innerbetriebliche Einsatz von Flurförderzeugen

Das Fahren von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand ist in § 7 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Flurförderzeuge" (BGV D 27, bisherige VBG 36) geregelt.

 

Danach darf der Unternehmer mit dem selbstständigen Steuern von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand Personen nur beauftragen

1.die mindestens 18 Jahre alt sind,

2.für diese Tätigkeit geeignet und ausgebildet sind

3.ihre Befähigung nachgewiesen haben

4.schriftliche Beauftragung des Unternehmers

 

Für die Auswahl der Fahrer ergeben sich somit folgende Kriterien:

•Mindestalter 18 Jahre

•körperliche Eignung

arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen G 25

•geistige und charakterliche Eignung

 

Von den ausgewählten Personen werden insbesondere folgende Voraussetzungen erwartet:

das Verständnis für technische und physikalische Zusammenhänge,

die Fähigkeit, Signale erlernen, umsetzen und anwenden zu können,

die Eigenschaft, zuverlässig, verantwortungsbewusst und umsichtig zu handeln.

 

Der Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr STVO

Für das Fahren von Flurförderzeugen im öffentlichen Straßenverkehr muss der Fahrer

außer der schriftlichen Beauftragung durch den Unternehmer gemäß § 2 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) die erforderliche Fahrerlaubnis (Führerschein) besitzen. 

Die Einteilung der Führerscheinklassen ist in der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) geregelt.

 

Gliederung und Umfang der Ausbildung Ausbildungsstufen

Die Ausbildung gliedert sich im Wesentlichen in die 3 Stufen

 

•allgemeine Ausbildung

•Zusatzausbildung

•betriebliche Ausbildung

 

Stufe 1:

Allgemeine Ausbildung

Theoretischer Teil:

Sicherheitsbestimmungen (z.B. Unfallverhütungsvorschriften, Betriebsanweisungen),

Gerätetechnik (z.B. Standsicherheit, Antriebsarten)

Praktischer Teil:

Aufnehmen, Transportieren, Absetzen und Stapeln von Lasten

Gebrauch von üblichen Anbaugeräten

Abschlussprüfung

 

Stufe 2:

Zusatzausbildung

Ausbildung im Umgang mit speziellen Flurförderzeugen, z.B. Containerstapler, Regalflurförderzeuge, Quergabelstapler, Teleskopstapler, mit Gabelzinken ausgerüstete Erdbaumaschinen. Ausbildung in der Handhabung besonderer Anbaugeräte.

Abschlussprüfung

 

Stufe 3:

Betriebliche Ausbildung

Gerätebezogener Teil

betrifft die im Betrieb vorhandenen Flurförderzeuge und Anbaugeräte

Verhaltensbezogener Teil

betrifft die Betriebsanweisung nach § 5 der Unfallverhütungsvorschrift „Flurförderzeuge“ (BGV D 27,bisherige VBG36)

Durchführung dokumentieren